Lebenszeichen

Es ist jetzt eine ganze Weile her, seitdem Botany Bay das letzte Lebenszeichen von sich gegeben hat… letztes Jahr im Dezember, um genau zu sein.

Deshalb möchte ich zunächst mal allen Botany Bay-Fans ein frohes neues Jahr wünschen!

Danke, dass ihr weiterhin dabei seid! Auch wenn das letzte Jahr mit einem sehr traurigen Akkord geendet hat, so werden in 2010 trotzdem eine Menge spannende Dinge passieren:

  • Stupid Summer Dreams“, das für Januar angekündigte Mini-Album mit den übrigen Früchten unserer 2008/2009er Aufnahmesessions, wird vermutlich erst Mitte Februar veröffentlicht werden. Der Grund dafür ist wie immer die Zeit, die ein solches Unterfangen in Punkto Mixing, Mastering, Dynamik, Chorstimmen-in-der-Gegend-rumschieben, Gitarrensolo-austauschen, etc. pp. benötigt. Ich habe gerade in der Firma sehr viel zu tun, und die Suche nach einer neuen Sängerin verbrät ebenfalls unwahrscheinlich viel Zeit.
    Das Teil wird aber auf jeden Fall rauskommen, so bald wie möglich. Als kleines Trostpflaster hier schon mal eine kleine Vorschau auf das Cover-Artwork:

  • Die Suche nach einer neuen Sängerin läuft auf Hochtouren. Einzelheiten kann ich nicht verraten, nur soviel: Wir haben einige sehr geniale Kandidatinnen gehört, und die endgültige Entscheidung wird demnächst kommen… und uns ganz furchtbar, furchtbar schwer fallen.
  • …womit sich vermutlich die Frage aufdrängt, wer “wir” eigentlich sind.
    Zuletzt waren Botany Bay ja  ausschließlich Laura und ich.
    2010 soll Botany Bay aber wieder wachsen und sich neuen Ideen und Einflüssen öffnen… mit neuen Gästen und neuen ständigen Mitgliedern.
    Definitiv wieder live und im Studio mit dabei ist Wolfgang Springob (guitar, electronic fx), der uns ja letztes Jahr schon auf unseren Konzerten unterstützt hat. Ein ebenso definitiver und überaus erfreulicher Neuzugang ist Felix Klöckner, seines Zeichens Ex-Bassist von Fronthaus, mit denen wir ebenfalls letztes Jahr öfter zusammen auf einer Bühne gestanden haben. Und weitere Neuzugeänge werden folgen…
    Einige neue Demos sind schon entstanden, und wir freuen uns schon sehr darauf, der Öffentlichkeit im Frühjahr 2010 einen Vorgeschmack davon geben zu können, wie sich die nächste Botany-Bay-Besetzung anhören wird…
  • …mit der wir selbstverständlich auch live auftreten werden. Dies wird aber wohl erst in der zweiten Hälfte 2010 spruchreif werden. Es möchte neues Material geschrieben und altes Material geprobt werden… ;-)

Zu gerne würde ich jetzt schon neue Musik präsentieren und einen Einblick in die neuen Demos geben… aber leider kann ich das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Ich bitte alle interessierten Fans um nur noch ein bißchen Geduld… bald geht’s weiter…

Inhale – live

Es sah lange Zeit in der Tat so aus, als ob die 100 Euro, die wir uns als Ziel gesetzt hatten, weder heute noch sonst jemals zusammenkommen würden. Doch dann, nach einer langen Durststrecke, erreichte uns nochmal eine einzelne Spende von 70 Euro… wow!!

Insgesamt sind somit 140 Euronen zusammen. Zwar hätte man mit diesem Betrag noch nicht mal eine Minute von “Grounded” finanzieren können, er zeigt uns aber auch: Unsere Fans sind die besten, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Danke euch tausendfach!

Update: Man kann jetzt auch auf starfrosch für “Inhale” stimmen…

Und nun viel Spaß bei einem letzten Blick zurück…

Botany Bay – Inhale from Botany Bay on Vimeo.

Vom Träumen und Weiterträumen…

Liebe Botany-Bay-Fans,

ich muss zugeben, selten war es schwieriger für mich, einen Blog-Eintrag zu schreiben, und selten hab ich mich so lange damit abgemüht und bin noch immer nicht zufrieden.

Vor sehr langer Zeit, als ich noch an Grounded arbeitete, da war dieses Blog so etwas Ähnliches wie ein Tagebuch, in dem ich wild Persönliches und Musikalisches durchmischte, weil es für mich eh irgendwo alles das Gleiche war. Mit der Zeit, und vor allem mit der Premiere von Grounded änderte sich diese Vorgehensweise – denn Laura war über die Jahre hinweg allmählich zu einem festen Bestandteil von Botany Bay geworden war, so dass es nicht mehr allein “mein” Projekt war… und zusammen wollten wir unsere langsam wachsende Fanbase nicht mit unseren einzelnen oder gemeinsamen privaten Problemen belasten.

Heute allerdings wird es leider nicht anders gehen.

Laura ist aus Botany Bay ausgestiegen. Die Entscheidung zu diesem Schritt wurde von uns beiden gemeinsam und einvernehmlich getroffen.

Mir ist klar, einige werden wissen wollen, wie es dazu kommen konnte. Bitte habt Verständnis, dass ich nicht mehr sagen kann, als dass persönliche Differenzen zu unserer Trennung führten.

Ich möchte an dieser Stelle allerdings gerne Laura zu Wort kommen lassen, die mich darum bat, den folgenden Text auf diesem Blog zu veröffentlichen:

Ihr Lieben,

ich möchte kurz und schmerzlos hiermit meinen Austritt aus botany bay erklären.

Es ist ganz arg schwer zu erklären, warum ich jetzt plötzlich gehe, nach so einem vollen Jahr mit vielen neuen erreichten Zielen, Auftritten, die immer besser wurden und Tipps von allen Seiten, die wertvoll waren.

Ich gehe also nicht, weil wir nicht genug Erfolg hatten. Ich finde wirklich, dass wir dieses Jahr weiter gekommen sind, als es der erste Auftritt in Bonn mit den then-Conchillos es hätte vermuten lassen. Letztlich haben wir dieses Jahr soviel auf die Beine gestellt, dass wir nächstes Jahr noch einen draufsetzen müssten.

Ich gehe auch nicht, weil mir die Musik nicht mehr gefällt. Ich liebe die Songs, die Stephan komponiert hat sehr, am allerliebsten mag ich „breathless“, und ich habe sie wieder und wieder gesungen und gespielt und auch dieses Jahr in Austin nicht geruht und sie den Menschen dort zu Gehör gebracht.

Ich gehe nicht, weil ich nicht genug Mitsprachrecht gehabt hätte. Musikalisch wie organisatorisch hatte ich völlig freie Hand.

Ich gehe einfach aus Gründen, die aber vor allem privater Natur und nicht musikalischer sind. Und die sind sehr kompliziert…klar Konflikte und Differenzen…Dinge, die sich nicht ändern lassen. Dinge, die so sind wie sie sind und nicht verschiebbar erscheinen. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, Austritte sind sonst gerne voll von Schuldzuweisungen und Schmutzwerfattacken. Find ich albern, brauchen wir nicht.

Wie dem auch sei: Ich war über 4 Jahre dabei, zu Beginn nur als Stimme, gegen Ende als viel mehr als das. Ich bin sehr froh, dabei gewesen zu sein und botany bay begleitet und mit weiterentwickelt  zu haben.

Und: Natürlich mache ich weiterhin Musik. Ich bin und fühle mich als Musikerin, auch ohne botany bay.

Ich möchte aber auch ganz vielen danken, die sich in dieser Zeit für botany bay mitengagiert haben…ich hab eben eine Liste angefangen aber sie wieder gelöscht, es sind einfach zu viele und ich würde dann doch welche vergessen haben.

Deswegen einfach so:

Danke,
an unsere Musiker, die Fans, die Wegbegleiter, die Weitersager, die Fotographen, die Jamendo-Review-Verfasser, die Tontechniker, die Musikliebhaber…

Ich vor allem möchte ich Dir, Stephan sehr für Deine Freundschaft, Unterstützung und Dein Vertrauen danken.

Ganz liebe Grüße an alle.

Keep breathing!!

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Eure Laura

Ich kann nicht verleugnen, dass Lauras Abschied eine riesige und schmerzhafte Lücke in dieses Projekt reisst. Trotzdem bin ich fest entschlossen, Botany Bay weiterzuführen… ergänzt und unterstützt von alten und neuen Mitstreitern und Gästen. Vielleicht wird es auch wieder feste Bandmitglieder geben, momentan möchte ich mich da nicht festlegen.

Mir ist auch klar, einige werden Botany Bay nun den Rücken zukehren, weil es mit einer anderen Sängerin nicht mehr das Gleiche sein wird. Dazu kann ich nur sagen, dass es ganz selbverständlich nicht mehr das Gleiche sein wird… aber die Geschichte von Botany Bay ist eine Geschichte der stetigen Metamorphose… wer sich erst “Tales Of The Bitter Seed“, dann “Grounded” und dann “I’ll send a postcard…” anhört, der wird dieser Feststellung sehr schnell zustimmen. Und auch wenn ich niemand bin, der gerne im Vordergrund steht, so war ich doch zu 95% für das Songwriting verantwortlich, und auch zwischen Laura und mir gab es nie einen Zweifel daran, dass Botany Bay in der Hauptsache mein Baby ist.

Das nächste Album hätte eigentlich “Keep Breathing” heißen und nächstes Jahr im April erscheinen sollen (unser im Trailer versprochenes 2009er-Release-Date liess sich aufgrund unserer Live-Aktivitäten nicht halten). Dazu wird es jetzt nicht mehr kommen.

Es wird jedoch ein Mini-Album mit dem bereits fertiggestellten Material geben… einfach auch deshalb, um dieses Kapitel der Botany-Bay-Geschichte abzuschließen.

Coming in January 2010

Stupid Summer Dreams (ein Zitat aus “Take Cover”) wird sieben neue Songs enthalten und im Januar 2010 als freier Download auf Jamendo und als (via info@botanybay.cc bestellbare) physikalische CD – mit schönem Booklet und sehr schönem Artwork – veröffentlicht werden. Und einmal mehr wird die Musik unter CC-Lizenz stehen.

Es bleibt mir an dieser Stelle nichts weiter, als noch ein paar letzte Worte an Laura zu richten, von denen ich möchte, dass alle sie lesen können:

Liebe Laura, es war eine bewegte und großartige Zeit mit Dir, und Du warst viel mehr als nur meine Sängerin… genau so wie wir beide zusammen mehr als nur eine Band waren.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Gute, viel Glück auf Deiner weiteren künstlerischen Laufbahn… und dass Du Deinen Weg findest.

Dein
Stephan

Zwischenbilanz

Zwei Wochen nach Beginn unserer Spendenaktion sind 50 € in unserer Spendenkasse, gespendet haben insgesamt 4 Personen, denen wir hier schon mal herzlich danken wollen. Philosophische Interpretation der Spendenbereitschaft verkneife ich mir, bis die Aktion vorbei ist ;-)

Die Aktion läuft noch bis zum 21. Dezember 2009.

Neuigkeiten zu unserem nächsten Album und darüber, wie es bei Botany Bay weiter gehen wird, gibt es demnächst hier.

Erscheine als Spender in unserem Live-Video!

Da sind wir wieder. Zurück aus der Versenkung… und haben uns was völlig Neues für Euch ausgedacht!
Es gibt nämlich – wie aus der letzten Ankündigung schon zu erwarten war –  ein neues Video.

Unsere Darbietung von “Inhale” wurde in Köln in Bild und Ton mitgeschnitten und ist wirklich schön geworden. Und wenn man sich das anschaut, dann sieht man deutlich, welche Entwicklung wir die letzten 2 Jahre durchgemacht haben, angefangen mit der schüchternen Crow-Song-Performance auf der Record Release von “Grounded”, über durchgehend weit aufgerissene Augen und Kabelsalat im cafe podcast bis hin zur 3er Konstellation mit geilem Sound!

Letzteres könnt Ihr sehen.

Aber… nicht sofort! Ich erklär‘s Euch:

Seit geraumer Weile steht hier im Blog oben rechts, unter der Überschrift “Eine Bitte…” (und auf unsere Homepage, und auf Jamendo) ein Spendenbutton zur Verfügung. Und zwar deshalb, weil Musik machen ziemlich auf den Geldbeutel gehen kann. Selbst wenn wir gerade mal nicht in manischer Detailbesessenheit ein 5-Jahre-Epos mit zig Gastmusikern aufnehmen, sind noch immer genug Kosten da…  Spritgeld, Proberaum, Instrumente, Musiksoftware, Zeit, Lauras Liebäuglen mit einem richtig guten Livemikro… etc. pp. Das alles haben wir nicht so locker sitzen. Und man muss sich mal klar machen, was wir alles verschenken… 1 Album, 1 EP,  4 Videos, ein inoffizielles Video und 2 Trailer.

Wir wollen nicht verheimlichen, dass, dieser Tatsache zum Trotz, der Spendenbutton bisher nicht so wirklich genutzt wurde… und damit die Spendengala mal so langsam in Gang kommt, wird es so etwas wie eine virtuelle Gala geben.

Der Deal:  Wenn wir 100€ zusammen haben, kommt das Video online. Vorher nicht.

Für die edlen Spender gibt’s dann aber auch ne klasse Belohnung. Die Namen all derer, die 5€ und mehr gespendet haben, werden im Video eingeblendet. Sonderkonditionen gibt es ab 50€ Spende, da gibt es das Video auf handsignierter Special Edition von “I’ll send a postcard…” plus einem bislang unveröffentlichtem Bonustrack. Auch gerne persönlich überreicht, wenn Ihr, naja, sagen wir mal, euch noch im Umkreis von etwa 100km um die Epizentren Aachen und Bonn herum befindet!

Es ist ein Experiment… und wir sind  ziemlich gespannt, ob es funktioniert.

Wir sagen jetzt schon mal im Voraus vielen Dank an alle diejenigen, die uns auf diese Art und Weise in unserem kreativen Schaffen unterstützen und uns damit zeigen, dass unsere Musik ihnen etwas wert ist.

Blue Shell, 10/2009

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Nicht mit einem Flüstern, sondern mit einem regelrechten Knall ging am Samstag unsere Live-Saison 2009 zu Ende.

Über 130 Zuschauer waren da, um Fronthaus und Botany Bay live zu sehen und zu hören, und für einen Großteil dieser Besucher war es die allererste Begegnung mit beiden Bands.

Das Blue Shell in Köln

Das Blue Shell in Köln

Als allererstes muss ich sagen – die Location war einfach toll. Der Sound stimmte, das Publikum war enthusiastisch, und es war eine Lust, mit unseren Freunden von Fronthaus zusammen einen deratigen Event auf die Beine zu stellen.

Obwohl wir inzwischen schon recht geübt darin sind, unser Equipment durch die viereckige Weltgeschichte zu schleppen, kleine seltsame Stecker mit den dazu nicht im geringsten passenden kleinen seltsamen Buchsen in Einklang zu bringen, um den Sound zu bangen und zu zittern und bei der Performance auf der Bühne nur 980 von den eigentlich benötigten 1000 Dingen gleichzeitig im Kopf zu haben, waren wir dieses Mal nicht weniger aufgeregt als in der Vergangenheit… verfolgten wir doch mit unserer Setlist ein vollkommen neues Konzept, von dem wir nicht sicher waren, ob es ankommen würde…

Beinahe wie ganz am Anfang, aber eben doch nur beinahe – Stephan eröffnet den Abend mit "Into this..."

Beinahe wie ganz am Anfang, aber eben doch nur beinahe – Stephan eröffnet den Abend mit "Into this..."

In der Vergangenheit spielten wir unsere akustischen und elektronischen, ruhigen und schnelleren Nummern nämlich gerne wild durchmischt. Dies garantierte zwar das Höchstmaß an Abwechslung, sorgte aber auch dafür, daß das Publikum abrupt die gerade erst begonnenen Tanzbewegungen wieder einstellte, wenn nach “Inhale” beispielsweise eine Nummer wie “Breathless” folgte.

Dieses Mal hatten wir uns etwas neues ausgedacht – ein Spannungsbogen von reduzierten, akustischen Nummern bis hin zu dem Elektronik-Getöse, zu dem wir in letzter Zeit ja durchaus fähig sind.

Den Anfang machte “Into this…“, ein unveröffentlichtes und sehr minimalistisches Klavier-Instrumental, das mir noch immer sehr viel bedeutet, und das ich bis am Samstag nur ein einziges Mal, nämlich bei der Premiere von Grounded im Oktober 2007 gespielt hatte.

The Crow Song: Time keeps moving on...

The Crow Song: Time keeps moving on...

Mit der Überleitung in den “Crow Song” (ebenfalls die piano-only-version) kam dann Laura auf die Bühne, und nach “Feel” stieß mit “Tu m’as dit” schlußendlich Wolfgang dazu.

Für “Tu m’as dit” hatte Laura diesmal in mühevoller Handarbeit echte DIN-A4-Blätter mit echten kölschen Untertitel angefertigt, die sie während des letzten Refrains in die Menge hielt und es somit auch den Französisch-Unkundigen ermöglichte, dem Text zu folgen. Leider gibt’s ausgerechnet davon keine Fotos, aber wir haben den Text, und der geht ungefähr so:

Sag mer:
Wie reddest
Du met mer?
Wä bis du?
En Künning?
Loss mich in Rauh!
Un wann
Ich der so nit zosage:
Gläuv nack nit,
Dat ich mich noch
Einmol vergaffe
In Dich, Du Dötsch!

Was dann auch zeigt, dass die Lyrics einfach auf französisch sein müssen, denn in Kölsch drückt man sich so kurz und knapp aus, dass man den Refrain damit niemals voll kriegt.

Bei "Tu' mas Dit" sind wir schließlich vollständig. Man beachte die Kölsch-Kladde in Lauras rechter Hand :)

Bei "Tu' mas Dit" sind wir schließlich vollständig. Man beachte die Kölsch-Kladde in Lauras rechter Hand :)

Nach “Tu m’as dit” folgte mit “Your People” der letzte Song von “Grounded”, und damit hielten auch die Beats allmählich Einzug in unsere Musik. Danach spielten wir mit “Keep Breathing” und “Overview” (beide bislang unveröffentlicht) zwei weitere triphoppige Tracks, ehe wir eine kurze Pause einlegten, die uns backstage die Gelegenheit gab, eben genau dies zu tun – ein paarmal tief durchzuatmen – und uns (oder vielmehr Laura) umzuziehen.

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Keep Breathing...: "Tell me, am I running out of time?" - "You are running out of time."

Weiter ging es nach der Pause mit “Take Cover“, einem ebenfalls neuen, unveröffentlichten, recht düsteren, lauten und emotionalen Song über die schmerzhafte Unlogik der Liebe, bzw. dessen, was manche Menschen wider besseres Wissen dafür halten.

Gleichzeitig war “Take Cover” natürlich auch das erste Duett des Abends  – sprich, ich stand zunächst mal ganz vorne vor der Menge… *herzklopf*. Und dieses Mal gaben wir wirklich alles. Wolfgang spielte ein ganz großartiges Gitarrensolo und Laura und ich steigerten uns richtig schön rein, uns gesanglich alle möglichen unangenehmen Dinge an unsere respektiven Köpfe zu werfen… Drama pur.

Take Cover – "Be just like all the others, make it happen tonight"

Take Cover – "Be just like all the others, make it happen tonight"

So viel Emotion war dann anscheinend auch zu viel für mein Equipment. Schon während “Take Cover” hatte sich abgezeichnet, dass die Controls meines Synthesizers nicht mehr meinen Vorstellungen entsprechend reagieren wollten (was ja im Prinzip durchaus zum Thema passt, mich aber trotzdem leicht durcheinander machte).

Nach “Take Cover” war es schließlich so weit, daß überhaupt nichts mehr reagierte und ich gänzlich ohne Sound in der Patsche saß. Mein spontanes “Ich hasse Computer!” wurde vom Publikum wohlwollend und verständnisvoll aufgenommen, und die sodann nach vorne gebrüllte Frage, was ich denn von Beruf mache, beschloss ich spontan, besser nicht zu beantworten.

Während ich also versuchte, unsere Macs wieder zur Zusammenarbeit mit uns zu überreden, hatte Laura die zugegebenermaßen wirklich geniale Eingebung, die Zwangspause für eine BB-Verkaufsshow zu benutzen. Hierzu bat sie Knut (von dem übrigens ein Großteil der Fotos in diesem Posting sind) auf die Bühne und präsentierte dem Publikum die Vorzüge unserer Fanartikel.

Knut mit unserem Fanshirt... kleiner Tip, man kann das Teil noch immer über unsere offizielle Homepage bestellen :))

Knut mit unserem Fanshirt... kleiner Tip, man kann das Teil noch immer über unsere offizielle Homepage bestellen :) )

Nach rekordverdächtigen zwei Minuten lief wieder alles und wir konnten “Moron Island” angehen (der eingefleischte Botany-Bay-Fan wird bemerken, dass wir lauter und lauter werden)… der Song, bei dem Laura in die Rolle der Ferienparadies-Animateurin schlüpft und (während Wolfgang und ich ein Mordsgetöse veranstalten) genau jenen Giftcocktail zusammenbraut, der uns von allen machthungrigen Politikern, religiösen Fundamentalisten und sonstigen unerwünschten Gestalten erlösen soll, die mir mit ihrer Existenz auf den Zeiger gehen…

"Enjoy your stay, it's all inclusive..."

"Enjoy your stay, it's all inclusive..."

Soweit ich das überblicken konnte wurde das Getränk dieses Mal sogar wieder getrunken… ohne schädliche Nebenwirkungen.

Und weil wir damit schon mal politisch waren, machten wir mit unserem Anti-Schäuble/Zensursula-Statement “Old Men With Ballpoint Pens“, das seine Live-Premiere zwei Wochen zuvor in Wiesbaden gefeiert hatte, auch gleich weiter. Klingt live übrigens bedeutend anders als die Video-Version.

Schon seit “Take Cover” war getanzt worden, und bei “Voices” und “Inhale” wurde damit nicht aufgehört, eher im Gegenteil… und diese Songs bildeten dann auch den Abschluss des offiziellen Teils des Konzertes.

Als Zugabe spielten wir noch ein Stück vollkommen ohne Beats – “Caroline’s In Love“, inklusive Lauras patentierter Performance mit Herzchen, Schminkkästchen und Lippenstift.

"stop, you know not what you do..."

"stop, you know not what you do..."

Abgang, Abbau, eine kleine Pause.

Danach: Fronthaus auf die Bühne – und nachdem wir erstmal am Merch-Stand, im Backstageraum und in der sonstigen Weltgeschichte versumpft waren, mischten wir uns später unters Publikum und lauschten den alten und neuen Songs unserer Freunde.

Fronthaus are in da house!

Fronthaus are in da house!

Ich könnte jetzt noch viel schreiben… über die Aftershow-Party, darüber wie wir uns bei Fronthaus die Beine abtanzten, über die geniale Stimmung, über die unzähligen neuen und netten Kontakte, die wir geknüpft haben… über was weiß ich was wir noch alles gemacht haben in dieser Nacht, aber die Stimmung könnte ich trotzdem nicht einfangen.

Botany Bay loves you!

Botany Bay loves you!

Für mich war es insgesamt das schönste Konzert dieses Jahres. Wir konnten unsere Songs prima rüberbringen, arbeiteten richtig gut und eingespielt zusammen… und all die kleinen, nervigen Dinge, die in Wiesbaden noch gestört hatten, waren in Köln entweder nichtexistent oder zumindest weit, weit weg.

Bleibt mir zunächst nur noch, Danke zu sagen.

Danke an alle, die da waren! Ihr wart ein großartiges Publikum!

Danke an Fronthaus, die dieses Mal den Gig organisiert und die Werbung übernommen haben… es macht immer wieder Spaß mit euch.

Danke an Knut, Marta und Katja, die extra den weiten Weg aus Kassel hierher gekommen sind und uns mit ihrer Anwesenheit und mit wunderschönen Fotos beglückt haben.

Danke an Christoph, unserem 100. Facebook-Fan, der sich selbstlos aufopferte und den Merchandising-Stand für uns übernahm, ebenfalls jede Menge Fotos machte (die Fotos kommen noch nach, entweder hier oder auf facebook oder auf myspace, sollten wir letzteres irgendwann mal wieder ertragen) und auch ansonsten ein prima Kerl ist!

Danke an Uwe, unseren Techniker, für die super Zusammenarbeit. Wir hatten ungelogen noch nie so einen guten Bühnensound.

Danke an Elmar, der jetzt schon dem dritten (!) Botany Bay-Konzert beiwohnte (womit wir uns, laut seiner Aussage, auf dem dritten Platz hinter Michael Jackson (7) und a-ha (6) befinden… wenn das nichts ist!)

Danke an das ganze Team vom Blue Shell für die freundschaftliche und angenehme Atmosphäre (und dafür, dass ich Kippen schnorren durfte und nicht erhängt wurde, als ich ein Bier mit nach draußen nahm!)

Ich hab garantiert jede Menge vergessen…

Fotos von…

Nr. 1: Katja Kleinert; Nr. 2-5, 7, 9, 11-15: Knut Wiarda; Nr. 6: Elmar Warken
Nr. 8, 10: Christoph Brüning, lizenziert unter einer Creative Commons by-nc-sa-Lizenz.

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Frisch frisiert…

…ist halb gewonnen! Jetzt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen…

Bis Morgen!!

Eine Frage, die uns beschäftigt…

Sa, 17.10., 20h @ blue shell, Köln!

Und wieder die spannende Frage, nachdem…

… die aufregende setlist steht (vorne akustik, hinten elektro)
…die Klamottenfrage geklärt ist (demnächst mehr!)
…das neue Keyboard blinkt (cooles Silber!)
…die Fan T-shirts gebügelt sind (Knitter-Look ist out!)

…?
…achso, die Frage!!

hier ist sie schon, tataaaa:

Wer kommt???

Bis hoffentlich Samstag!!

Laura & Steph

Nun endlich – F.M.C. – die ausführlichere Nachlese!

Liebe Hörer, Möger, Verfolger, Liebhaber und Angucker unseren klingenden & audiovisuellen Daten, unserer silbernen Scheibchen, schwarzen bedruckten Stöffchen und auch vielleicht unserer Personen selbst!

Als wir letzten Samstag mit meinem vollbepackten kardinalroten Polo (inklusive Stephs neuem E-Piano mit tatsächlich 88 halbgewichteten Tasten!) nach Wiesbaden fuhren, sah es erst einmal so gar nicht nach einem großartigen Abend aus. Noch geschafft von der – wenn auch gut gelaufenen – Probe am Vortag und vom Rumgeschleppe schwererer Gerätschaften bemerkte ich bald, dass sich da etwas in meinem Hals nicht soooo sängerisch anfühlte – nur 50km von Bonn weg war ich auf einen Schlag so richtig erkältet! Salbeibonbons von der Tanke und Zusatzzitronenscheibchen im Serways – Restaurant nebst Tee halfen da etwas…immerhin! Beschwingt durch Moloko-remixe im scheppernden Autoradio kamen wir dann schließlich Punkt 17h an der Kreativfabrik neben einem schönen Jugendstilstürmchen in der hessischen Landeshauptstadt zum Stehen. Fabrik war noch zu. Bei Kaffee und heißer Milch mit Honig im gegenüberliegenden Cafe musterten wir die irgendwie alle nach Musiker aussehenden Gäste, die draußen in der Sonne saßen – und spekulierten, ob da nicht schon Pornophonique oder RapSolut unters Volk gemischt sitzen könnte…dem war aber nicht so, RapSolut lernten wir etwa 30 min. später kennen – 2 junge Männer Anfang 20 mit größtem Fan und Videomenschen als Anhang – tjaha, wir müssen noch lernen, uns nicht so schnell so alt zu fühlen…! Weitere Musiker gingen nun bereits in dem bunten Gebäude ein und aus – denn die Funktion der Adresse ist dieselbe wie die unserer heißgeliebten Klangstation …so erfuhren wir von 2 Rockern, dass der sound “da unten” wohl nicht so pralle sein würde, bzw. doch, nämlich ordentlich zurückprallen würde von den Betonwänden…da wussten wir schonmal bescheid, bedankten uns artig, und dann kamen auch schon ein paar bekannte Gesichter auf uns zu: Boris, der mit Veranstalter, der schöne cc-CDs im Gepäck hatte, die er wirklich superkreativ gestaltet hatte: alte Floppy-Disketten bei ebay aufgekauft, aufgeschnitten und als CD-Hülle verwendet – sehr hübsch!
Eric, der Hausmeister und an diesem Abend auch Teekocher für mich.
Christian Hufgard, Musikpirat und Veranstalter der Party, der uns auch (einige erinnern sich bestimmt) ein paar Wochen zuvor interviewt hatte, und dann noch Freddie, der Techniker.
Dann ging alles seinen üblichen Weg: reintragen, aufbauen, backstage einrichten, mit den anderen acts quatschen, schließlich soundcheck. Aufbauen war praktisch, da alle anderen acts kaum equipment oder eben sehr platzsparendes hatten:
(an dieser Stelle hab ich 10 min lang versucht, ein Foto vom soundcheckenden Theo hochzuladen, begnügen wir uns nun mit einem LINK)

So konnte diesmal alles auf der recht geräumigen Bühne bereits abgestellt und später nur noch zurechtgerückt werden…
Natürlich hab ich mich kurz vorm Auftritt ein wenig verbaselt, meine Acessoires nicht gefunden (Frauen!), die falschen Schuhe mit nach oben genommen, bin wie wild die 3 Stockwerke auf- und abgerast…aber dann saß endlich alles. Tief durchatmen, noch ein paar sopranöse Tönchen singen, die ich für keep breathing brauche, das sängerisch nach wie vor anspruchsvollste Stück -ja, und dann ging es ab…Stephan und Wolfgang betraten die Bühne…Applaus! Erspielte minimalistische Akkorde, und zwei Minuten später betrat ich die Bühne -wieder Applaus! Das Publikum war schonmal gut drauf…den meisten Spaß hatte ich mal wieder an 2Moron Island” und “Caroline’s in Love”, Inszenierung find ich einfach schön. Wer’s noch mag: für tu m’as dit, was wir nächsten Sa in Köln wieder spielen, hab ich mir auch schon was ausgedacht…:)…
Wir hatten auch ein bißchen was choreographiert und am Vormittag noch eingeübt – was den Sinn von “Take Cover” etwas deutlicher machte – inklusive genervten Wegschauens:
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Meine Stimme versagte ein bisschen bei keep breathing, aber das schöne bei Popmusik ist ja, dass gerade kratzig und versagen manchmal passt und geiler klingt als völlig sauberes timbre…nur der Wohlfühlfaktor ist eben nicht so hoch beim erkältet sein. Aber ich hab mich durchgekämpft würde ich sagen. Mit Schwung. Stephan bearbeitete wie besessen seine neuen Tasten und legte eine gesanglich gelungene Take Cover-Version hin!
Die Performance-Idee zu dem Song war schon ganz lustig…aber wir haben auch gemerkt, wo noch unsere darstellerischen Schwächen liegen und da haben wir auch schon ausführlich drüber konferiert…! Ohne Nachlese kein Weiterkommen…
Fazit: Technisch ist man letztlich dem Menschen am Mischpult und den örtlichen Gegebenheiten ausgeliefert. Da bleibt man am besten ganz locker und regt sich nicht drüber auf.
Wir haben in diesem Zusammenhang übrigens noch was wichtiges gelernt: obwohl das ständig gemacht wir (auch von Profis!) soll man nicht während einem song mit Gesten zeigen, dass man sich nicht, zu wenig oder zu laut auf dem Monitor hört! Das gilt als no-go!
Aber, hey: Es war ein netter Abend, herzliche Gastgeber, die anderen Bands sehr cool, besonders Pornophonique waren echt der Hammer! Hier Felix am Gameboy – beeindruckende Performance! (Foto von Paddy)
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Und es ist wieder an der Zeit, die Dankwortereihe fortzusetzen:
Danke…
…an meinen Papa fürs Filmen!
…an Eric für Tee, Rat und Tat!
…an Sven von darkerradio für’s Ausleihen seines Laptops und den live-stream-Versuch! ;) – wie eine geschätzte Blogleserin schon anmerkte: “Botany Bay und live stream passen einfach nicht zusammen…”
…an Christian für die ganze Orga und dafür, dass er sich noch ein T-shirt von mir hat aufschwätzen lassen ;)
…an Theo fürs Fotofieren und coole elektronische Klänge!
…an Paddy für coole Fotos (siehe auch letzter Blogeintrag!)
…an Katja für auch sehr coole Fotos!
…an liebe Alex, meine Schulfreundin, die ich seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen habe – du hast mir an dem Abend echt gutgetan!
…an Borries fürs Sachen tragen!
…an alle die da waren!
…an alle, die eine CD gekauft haben (und das waren so viele wie noch nie!)
…und last but not least an Alex und Marius von Fronthaus, die sich extra auf den weiten Weg gemacht haben, um uns live zu sehen, obwohl wir bereits nächsten Sa mit Ihnen zusammen in Köln spielen! Ihr seid GROSSARTIG!!

Im letzten link haben wir eine Libelle versteckt :) Sie wird in nächster Zeit unser Logo bleiben…aber dazu demnächst mehr!
So, das war’s erstmal!

Alles Liebe von Eurer

Laura

FMC-Nachlese, die Erste…

Jaaaaa, eigentlich wollten wir ja einen ausführlichen Konzertbericht liefern, aber da wir beide leider auch noch dieses lästige andere Leben haben (siehe den letzten Song auf “I’ll Send A Postcard…”), und es vieles zu erzählen gibt, wird sich das noch ein bisschen verzögern.

Damit das Blog bis dahin nicht verwaist, hier schon mal ein paar schöne Fotos von unserem Auftritt bei der Free! Music! Contest! -Party. Und hier auch schon mal der Dank an alle die da waren, an die Mit-Acts und natürlich an die Veranstalter… es war ein großartiger Abend!

Danke an Frau K. und an Paddy  für die schönen Fotos!

Weitere Bilder gibt es bei den Musikpiraten und bei Paddy.