Der tschechische Komponist Karel Svoboda beging gestern im Garten seines Hauses in Jevany Selbstmord.
Den meisten Menschen wird er nur als Komponist der “Biene Maja”-Titelmelodie bekannt sein, doch Svoboda komponierte die Musik zu 900 Filmen und TV-Serien, darunter wunderschöne, epische und lyrische Werke zu ebenso wunderschönen tschechischen Märchenfilmen, die mir einst die Kindheit versüßten, und an die ich mich noch immer gerne erinnere.
Es begab sich, vor sieben Jahren, dass in Karlsruhe folgendes Demo aufgenommen wurde:
Recorded at The Workshop, Karlsruhe, May 2000 Produced by Stephan Kleinert Lyrics by Bettina Böhme; Music by Stephan Kleinert Photography by emdot
Bettina, die damals den Text geschrieben hat, erinnert sich:
“Die Geschichte zu dem Lied ist die folgende: Stephan hat im Jahre 1998 ein Klavierstück geschrieben, das ihm sehr nach dem nächsten Bond-Film-Titelstück klang. Prompt bekam ich den Auftrag einen Text dazu zu schreiben, der auch ruhig schmalzig und schlecht sein durfte, wie ich vorwarnend betonen möchte. Da ich gerade mit meiner Freundin Nicole nach Italien fahren wollte (absolut genialer Urlaub, obwohl wir aufgrund von Problemen mit der Bankkarte kaum Geld hatten, aber das interessiert hier wohl nur am Rande), wurde das Stück auf Kassette aufgenommen (jawohl, das Wort “MP3-Player” gehörte damals nicht zu meinem Wortschatz). Kommentar Stephans:”Die Fehler darfst Du behalten.”
Nicole und ich waren einigermaßen Bond-Fans (was aber weniger mit James Bond zu tun hatte, als vielmehr mit einer Person mit gleichen Initialen, aber darüber sei der Mantel des Schweigens gedeckt), weswegen es uns mit der Unterstützung von etwas italienischem Rotwein (aus dem Tetrapack, zum Hintergrund s.o.) leicht gelang etwas Angemessenes zu produzieren.
Es war der erste Liedtext, den ich für Stephan schrieb, und ich konnte es noch nicht ahnen, aber wie alle zukünftigen Liedtexte war er verdammt dazu, zunächst in der Schublade zu vergammeln, denn: “Wer soll das singen?”
Erst im Jahr 2000 klärte sich diese Frage: Laura natürlich! Ich kann mich rühmen zumindest in zweifacher Hinsicht bleibenden Einfluss auf Stephans Leben gehabt zu haben: Ich habe ihm Laura vorgestellt und ich habe das Wort “schnödisieren” seinem Wortschatz hinzugefügt. Es sei dahingestellt, ob diese zwei Dinge von vergleichbarer Wichtigkeit waren.
Jedenfalls kam Laura nach Karlsruhe und in einer denkwürdigen Session, bei der Laura absolut überzeugen konnte, wurden “Fly” und “Not A Man At All” aufgenommen. (Bei dieser Gelegenheit möchte ich Stolle daran erinnern, dass er ein Album mit lolitahaftem Gesang mit mir aufnehmen wollte. Es dürfte kein Problem darstellen, dass mittlerweile fast 7 Jahre vergangen sind, denn ich weiß noch ebensowenig wie damals “wo’s im Leben langgeht.”)
Das waren die strahlenden Anfänge der jetzigen Botany-Bay-Besetzung, und auch wenn das Konzept des “Bond-Films mit Stadt in den Wolken” keinen so recht überzeugen wollte, ist “Fly” ein gelungenes Zeugnis davon, dass bei der Zusammenarbeit zwischen Laura und Stephan von Anfang an einiges bei rumkam.
Soviel dazu von mir (Bettina) und Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag an Laura!”
Dem möchte ich mich hiermit anschliessen. Und auf weitere gute Zusammenarbeit!
Hallo zusammen, da hat Stephan ja schon entdeckt, wie fleißig ich war…dennoch fühle ich mich als ein nur minderwertiger Nutzer des botany-bay-accounts, denn es bleibt dabei: ich darf keine reviews abholen! Das erste hängt da nämlich in der Schwebe (is pending) und ich darf es nicht ansehen! Feel hochladen durft ich natürlich auch nicht… Buhuuu! Dabei bin ich dermaßen neugierig- bin ich- in den Ohren der Hörer- wieder mal “out of tune”, “just a choir girl”, oder zur Abwechslung mal wieder “that voice!”? Ich freue mich natürlich auch tierisch auf den Videodreh, der natürlich noch top secret ist Hier übrigens auch mal ein Photo von mir: Experimente in Stephans Wohnung mit der vielseitigen Macbook-Kamera…das zweite beweist eindeutig, dass man als Lehrer wohl recht schnell kein Verständnis mehr für schlechtes Benehmen hat…
…nur damit niemand denkt, ich sei inzwischen gestorben (obwohl das vermutlich der richtige Weg wäre, meine Musik endlich mal bekannt zu machen)…
Dank Lauras unermüdlicher Review-Wut ist “Feel” mittlerweile bei GarageBand im Contest. Nun ja, bin mal gespannt was passiert. Es ist auf jeden Fall unser poppigstes Stück bislang.
Zu “Feel” entsteht auch gerade ein Video, was aber noch top secret ist. Ich kann nur sagen, wenn es fertig ist, dann wird es hier veröffentlicht werden. Zum angucken und runterladen. Und es wird wunderschön und traurig, so wie das Lied ungefähr auch.
Da Laura erst irgendwann im Februar wieder in HD sein kann und wir dann auch noch am Videodreh arbeiten müssen, schätze ich mal, dass das Album wohl erst im April fertig wird. Was nicht weiter schlimm ist, ich hätte momentan nämlich eh nicht das Finanzielle um das Album rauszubringen; sowas ist zwar nicht mehr so teuer wie vor 10 Jahren, aber es geht immer noch gehörig ins Geld, insbesondere wenn man keines hat.
Hallo allerseits, ich habe eben vom Chef, in diesem Fall nicht meine Schulleitung sondern Stephan die höchstpersönliche Autorisierung erhalten, dieses Edel-Blog mitzugestalten! Wie passend, dass gerade gestern mein internet sich von selbst abgemeldet hat…die neuen Zugansdaten sind aber unterwegs, dann bekommt ihr vielleicht hin- und wieder meine Sicht der Dinge (auch aus einer anderen Fotoperspektive!) mal mit. Im Moment ist nicht viel mit Musik, die Schule ist wieder los gegangen und mein neues, schönes, von Stephan so sorgfältig aufgerüstetes Macbook schlägt sich mehr mit Arbeitsblättern als Notenblättern herum…hoffe, dass sich das bald ändert und ich spätestens im Februar mal wieder ein Wochenende nach Rohrbach zum Einträllern der letzten Songs fahren kann. Viel fehlt nämlich nicht mehr! Zur letzten Veröffentlichung: Was “ist ja wahr”? Hab ich was wichtiges verpasst? Ich inaugiere mich also hiermit selbst. Bis bald, eure Laura
Wenn mir ab und an auch nicht ganz klar ist, wie eigentlich.
An dieser Stelle dank an Stolle, der mir die Augen zumindest ein paar Millimeter breit geöffnet hat.
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