Goodbye, garageband.com!

Es ist schon einige Jahre her (und mir persönlich kommen sie wie Jahrzehnte vor), da befand sich das, was die Welt später als “Grounded” kennenlernen würde, noch in der Embryonalphase – ich saß in meiner Studentenbude in Heidelberg, skizzierte die paar ersten Mini-Demos, ging meinen Mitbewohnern mit meinem “komischen Lärm” auf die Nerven und war stetig bemüht, neue Mitstreiter für das Projekt zu gewinnen.

Stephan und Ani anno 2003, bei den ersten Aufnahmesessions in der Halle_03. Zwei Tage später standen wir vor verschlossenen Türen. Unsere Instrumente drin. Wir draussen. Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren ;-)

Einer der ersten Songs, die in Heidelberg fertig aufgenommen wurden, war der “Crow Song“… die Produktionszeit für die Originalversion dieses einen Tracks zog sich über fast zwei Jahre hinweg (nämlich 2003 bis 2005) – was selbst für Botany Bay-Verhältnisse eine unverschämt gigantisch lange Zeitspanne ist. Schuld daran waren mehrere Faktoren. Zum Beispiel, dass man in Heidelberg ohne weiteres plötzlich 250 Euro für 12 Quadratmeter Proberaum ohne Heizung und sanitäre Anlagen verlangen kann. Und dass man ebenso einfach innerhalb eines Tages die Schließzylinder austauschen kann, wenn der Mieter mit einem derartig gottlosen Wucher nicht einverstanden ist.

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Lena, Lena, Lena, Lena…

Ich muss zugeben, dass mir der Sieg von Lena Meyer-Landrut irgendwo ziemlich gut gefällt. Nicht weil ich das Siegerliedchen für so genial halte (ist es nicht, es ist halt ein typisches, perfekt produziertes Produkt aus der Raab-Werkstatt, und der Mann versteht sein Handwerk definitiv), sondern weil die ganze Sache irgendwie ein bißchen Hoffnung macht. Weiterlesen

Neue Single: “How Much Can You Take?”

Auf unserer offiziellen Homepage gibt’s ab sofort unsere neue Single zum wie immer kostenlos und völlig legal runterladen, anhören, kopieren, verteilen, weitererzählen, nochmal anhören, wieder weitererzählen… etc. pp.

Ein Klick aufs Cover genügt…

Und damit ist auch endlich der Zeitpunkt gekommen, unsere neue Sängerin vorzustellen.

Beide Songs werden gesungen von Stefanie Mühr, die bei Botany Bay ab sofort den Posten am Mikrofon übernehmen wird.

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(Weitere neue Gesichter auf “How Much Can You Take” sind Felix Klöckner an Bass und Akustikgitarre und Björn Deppe, der zusätzliche Gitarren beigesteuert hat. Und mit dabei ist natürlich nach wie vor Wolfgang Springob, der weiterhin eine zentrale Rolle bei Botany Bay spielt und nur auf diesem Song ausnahmsweise nicht zu hören ist. Und last but not least soll hier auch noch Katja Kleinert erwähnt werden, welche das Coverbild sowie die neuen Gruppenfotos beigesteuert hat).

Bei der B-Seite, “Oh Robbie”, wird audiophilen Hörern eventuell auffallen, dass das Lied für einen Botany-Bay-Track relativ roh und ungeschminkt daherkommt. Dies liegt daran, dass es sich um eine Live-Aufnahme vom Casting handelt… genauer gesagt um Take 2 – der eine halbe Stunde, nachdem Steffi das bis dahin instrumentale Klavierstück zum ersten Mal in ihrem Leben gehört hatte, aufgenommen wurde. Das Ergebnis, plus die Tatsache, dass die Chemie zwischen uns von Anfang an zu 100% stimmte, machte mir die Wahl am Ende sehr leicht.

Und deshalb auch an dieser Stelle nochmal:
Herzlich willkommen bei Botany Bay, Steffi!

Natürlich sind diese beiden Songs noch lange nicht alles. Ganze sechs weitere Songs bewegen sich inzwischen irgendwo zwischen “so gut wie fertig” und “cooles Demo, lasst uns das jetzt mal richtig machen“, und es kommen uns ständig neue Ideen.

Ob wir dieses neue Material erstmals bei Konzerten, auf einer neuen EP oder vielleicht sogar auf einem neuen Album vorstellen werden, das vermag momentan noch niemand so genau zu sagen. Wir sind aber offen für Vorschläge, die man z.B. wunderbar mit der Kommentarfunktion dieses Blogs abgeben kann ( <— ganz enormer Wink mit dem Betonpfeiler! )

Eines ist auf jeden Fall sicher: Jedem Anfang wohnt tatsächlich ein Zauber inne. Nach einer langen Durststrecke habe ich mich persönlich schon lange nicht mehr so motiviert gefühlt… und ich bin gespannt auf das, was vor uns liegt.

Update: Fotos von den Aufnahmesessions gibt’s jetzt auf unserer Facebook-Fanpage. Was mal wieder ne prima Gelegenheit ist, unser Fan auf Facebook zu werden ;-)

Ach ja, und auf Starfrosch kann man mal wieder für uns stimmen (indem man auf das gelbe Sternchen klickt). Was uns sehr freuen würde :)

Vom Armenhaus Internet und den SPON-Stammtischbrüdern

Alle paar Monate geschieht es, daß sich eine der traditionellen Nachrichtenquellen in diesem unserem Lande mit dem Thema “Musik im Internet” auseinanderzusetzen versucht. Dabei geht es allerdings zumeist nicht um die freie Musikszene oder CC-Lizenzen (zu klein/zu unbedeutend) oder grandiose Geheimtipps, auf die man beim Surfen zufällig gestoßen ist (ok, um die geht’s zwar sehr oft, aber jene vermeintlichen “Geheimtipps” werden meistens von Promotionagenturen gut bezahlt, und deshalb gelten sie hier nicht), sondern eher um Allerweltsgedresche über die Musikindustrie und ihre Probleme, sich in der neuen Umgebung Internet zurecht zu finden, über “Raubkopierer”, über die Stasi GEMA vs. Youtube und anderen Blödsinn mehr.

Willkommen zum SPIEGEL ONLINE Diskussionsforum! Unser Thema heute: 10000 Leute, die noch nie eines gesehen haben, erzählen Ihnen was vom Pferd!

Insofern kann man es schon beinahe als außergewöhnlich und erstaunlich bezeichnen, dass der SPIEGEL ONLINE sich gestern vermittels eines Artikels mit der Überschrift “Das Internet, ein Armenhaus für Musiker” anschickte, den Mann von der Straße über den Umstand aufzuklären, daß aus dem Internet nicht die Goldgrube geworden war, die sich einige Musiker wohl erhofft hatten – und darüber, dass ein Song auf last.fm monatlich 12399 mal runtergeladen werden muss, damit der betreffende Künstler mit den Einnahmen den US-Mindestlohn erzielt. Weiterlesen

Censilia, übernehmen Sie!

All der himmelschreinde Schwachfug, den Cecilia Malmström momentan ohne rot zu werden in die weite Welt hinein ausscheidet, bringt mich leider zu der äußerst traurigen Erkenntnis, dass unsere 2009er Single überhaupt nichts an Aktualität eingebüßt hat…

Wenn die so weiter machen, dann gibt’s demnächst ein ganzes Konzeptalbum über alte Männer und Frauen, die überhaupt nichts verstanden haben und auch nie was verstehen werden.

Bunch o’ good news

Es gibt gleich drei gute Neuigkeiten zu berichten:

  • Am Freitag erreichte mich – endlich – die Nachricht von der Druckerei, dass die “Stupid Summer Dreams”-Booklets auf dem Weg zu mir sind. Wenn also nichts weiter schief geht heißt das, daß wir nächste Woche die ersten CDs verschicken können!
  • In den Free Music Charts für den April 2010 kann man für uns stimmen! Wir möchten hiermit gerne all unsere Fans herzlich darum bitten, dies zu tun (unten bei “Abstimmung für April”)… pro Person gibt’s 5 Stimmen, und natürlich kann man sich dort auch eine Menge andere interessante Bands anhören, die wie wir ihre Musik im Netz frei zur Verfügung stellen. Eine tolle Sache!
  • Die Arbeiten an der nächsten Veröffentlichung laufen tatsächlich auf Hochtouren… näheres demnächst!

“Stupid Summer Dreams” jetzt auf Jamendo!

Was lange währt wird endlich gut… unser neues Werk “Stupid Summer Dreams” ist jetzt auf Jamendo verfügbar. Da die Kommentarfunktion dieses Blogs leider nur recht spärlich genutzt wird, hier noch mal der Hinweis darauf, daß man uns auch bei Jamendo gerne ein paar Worte zum Album schreiben kann… wir freuen uns sehr über jegliches Feedback.

Save Jamendo!

Einigen unserer aufmerksamen Fans wird nicht entgangen sein, daß unser neues Album noch nicht auf Jamendo zu finden ist. An uns liegt es nicht, hochgeladen wurde es schon vor einer Woche. Vermutlich liegt es vielmehr daran, daß bei Jamendo derzeit noch 7 Personen arbeiten, während es 2009 noch derer 25 waren.

TechCrunch und etliche andere Online-Medien berichteten Anfang des Jahres schon darüber, dass Jamendo kurz vor der Pleite steht, und inzwischen zeigen sich die Auswirkungen in Serverausfällen und hoffnungslos überlastetem Support-Team.

Es ist traurig, eine Plattform in Schwierigkeiten zu sehen, die so irrsinnig viel für die freie Musikszene getan und erreicht hat, eine Szene der wir uns trotz aller Enttäuschungen nach wie vor zugehörig und verpflichtet fühlen. Auch wenn wir nie aktiv teilgenommen haben (außer durch das Hochladen unserer Alben und das Zur-Verfügung-Stellen unserer Musik), so war/ist die Community auf jamendo einzigartig und vielseitig.

Und ganz ehrlich: Hätte es von dieser Community nicht so enthusiastisch Zuspruch und Feedback zu unserem Album “Grounded” gegeben, dann hätte ich vermutlich ziemlich genau im Januar 2008 die Notbremse bei Botany Bay gezogen.

Leider ist im Moment nicht ganz klar, was man tun kann, um Jamendo zu retten. Es gibt auf jeden Fall eine Petition namens “Save Jamendo”, mittels derer man seine Unterstützung für die Plattform kund tun kann, und ich möchte hiermit alle Leser dieses Blogs dazu aufrufen, das zu tun (Achtung! Nach Unterzeichnen der Petition gelangt man auf eine Webseite, auf der die iPetition-Betreiber Spenden für ihre Petitionsplattform eintreiben wollen. Dies war von den Erstellern der Petition nie beabsichtigt und wurde von iPetition auch nicht kommuniziert, also bitte ignorieren!)

Wie es weiter geht, weiß man nicht. Laut Mitteilungen von Jamendo reicht das Geld, um die Server am Laufen zu halten, und momentan schaut man sich nach einem Geldgeber um (so zumindest meine letzte Information). Es ist leider ein großes Problem der freien Musikszene, dass allzuoft ganz selbstverständlich genommen aber nicht gegeben wird. Sollten Jamendo sich dazu entschließen, freiwillige Spenden einzuführen, so wäre es an der Zeit, den Jungs mal unter die Arme zu greifen, denn was sie da gebaut haben ist einzigartig.

Hier nochmal der Link zur Petition.

Stupid Summer Dreams – The Lost Images

Die allererste Planung zu unserem aktuellen Album “Stupid Summer Dreams” sah vor, im Booklet jeden einzelnen Song mit einem Bild zu illustrieren und daneben den Text abzudrucken.

Sehr schnell wurde jedoch klar, daß ein solches Unterfangen nur mit einem erheblichen finanziellen – und für 6 Songs und eine limitierte Auflage von nur 200 Stück maßlos übertriebenem – Aufwand einher gegangen wäre. Und so wurde aus dem Booklet ein – immer noch sehr schönes! – 6seitiges Faltblatt mit Songzitaten und Fotos für die Vorder- und Rückseite.

Weil’s aber schade darum wäre, die Fotos nicht irgendwie zu veröffentlichen und mit der Musik in Verbindung zu bringen, soll dies nun in einer Serie drüben auf massenbelichtungswaffen.de geschehen, den Anfang macht der Opener, “Death In The Afternoon”.

Dort reinschauen lohnt also, nicht nur in den nächsten sieben Tagen…